Was ist Hypnose?

Bereits vor mehreren tausend Jahren wurde die hypnotische Trance in fast allen  Kulturen der Welt bei vielen Krankheiten, Problemen und Störungen eingesetzt.

Die Hypnose geriet fast in Vergessenheit, bis Wissenschaftler und Neurobiologen ihre außergewöhnlichen Möglichkeiten zur Behandlung von Probleme in der Neuzeit  untersuchten.

Es gibt viele Arten und Formen von Hypnose, wie etwa die Schmerzhypnose, Selbsthypnose, Heilhypnose, Tiefenhypnose, selbstorganisatorische Hypnose, klassische Hypnose, Showhypnose uvm.

Viele Menschen denken bei dem Wort „Hypnose“ an bestimmte Dinge, die man durch die Medien kennt, wie etwa die Showhypnose, in der Menschen scheinbar willenlos und magisch von anderen Menschen (Hypnotiseuren) gesteuert werden.

Doch das ist nicht der Fall. Jeder Mensch in einer Showhypnose weiß im Vorfeld ganz genau aus was er sich einlässt und hat dafür auch sein Einverständnis gegeben.

Aber vielmehr ist zu beachten, dass diese Form der Hypnose, wie die Bezeichnung schon sagt, der Show also der Unterhaltung dient.

Hypnose ist wissenschaftlich anerkannt

Hypnose ist jedoch kein Hokuspokus. Vielmehr ist sie ein mittlerweile breitgefächertes und wissenschaftlich anerkanntes Anwendungsverfahren.

So ist das Wort „Hypnose“ lediglich als Oberbegriff zu sehen, wie das Wort „Fahrzeug“ ebenfalls ein Oberbegriff ist.

Wie man nicht mit jedem Fahrzeug ein Formel-1-Renne fahren kann oder eine mit einer Großfamilie in den Urlaub fahren kann, so kann man zum Beispiel ist eine Showhypnose nicht zur Anwendung im Therapie oder Coachingbereich geeignet.

Das Wort Hypnose bezeichnet allgemein ein Verfahren zur Erreichung einer hypnotischen Trance, einen Zustand tiefer Entspannung.

Trancezustände können unter anderem genutzt werden, um beispielsweise eigene Bewältigungsstrategien aufzubauen, relevante Inforationen zur Problemursache wiederzuerlangen oder eigene Kompetenzen zu stärken.

Der Grad einer Trance kann während einer Hypnose variieren, da das Bewusstsein immer zu einem gewissen Teil mitspielt.

Eine Trance ist kein magischer Zustand, sondern eher das Herunterfahren des Bewusstseins.

Jeder Mensch macht über den Tag mehrere sogenannten „Alltags-Trancen“ durch. Diese Alltags-Trancen finden sich beispielsweise in folgenden Situationen wieder:

  • Tagträume,
  • nicht mehr genau zu wissen ob die Ampel die man gerade auf seinem alltäglichen Heim- oder Arbeitsweg überfahren, hat tatsächlich grün war,
  • Das nicht-finden des Schlüssels, obwohl dieser gut sichtbar vor einem liegt,
  • nicht mitbekommen was um einen herum geschieht, während man sich einen spannenden Film oder ähnliches ansieht.
  • Es gibt viele solche Beispiele, in denen sich das Bewusstein ganz automatisch runterfährt – entweder aus Entspannung oder durch Anspannung.

Arbeit mit Bewusstsein und Unbewusstem.

Unter der Bezeichnung „Bewusstsein“ kann sich jeder etwas vorstellen. Es soll unsere Handeln und Wahrnehmung steuern. Was viele nicht wissen:

Auch das Bewusstsein wird unbewusst gesteuert! Denn würden wir unsere Umgebung vollkommen bewusst wahrnehmen wäre das Gehirn durch die absolute Reizüberflutung vollkommen überfordert.

Um dies zu verhindern, wird vorab vom Unbewussten alle einströmenden Reize gefiltert und in wichtig und nicht wichtig eingeteilt.

Die wichtigen Reize gelangen ins Bewusstsein, die unwichtigen werden entweder aussortiert  oder anderweitig abgespeichert falls sie zu einem späteren Zeitpunkt wichtig sein könnten.

Neben der Reizverarbeitung steuert das Unbewusste auch den Großteil der organischen Vorgänge, wie Atmung, Herzschlag, Muskulatur, Verdauung, Blutkreislauf usw.

Zwar kann man beispielsweise die Atmung oder die Muskelspannung für kurze Zeit auch bewusst steuern.

Doch aus lebenserhaltenden Zwecken übernimmt ab einem bestimmten Punkt wieder das Unbewusste die Steuerung, um unter anderem Überanstrengung und Überbelastung zu verhindern.

 

Infos zur Einsatzmöglichkeit der Problembewältigung finden Sie hier >

 

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